November 19, 2009
Erst mal vorweg – ich hatte keine Schweinegrippe. Dafür aber eine zur Kehlkopfentzündung ausgewachsene Halsentzündung. Wow. Das erklärt dann auch die fiesen Schmerzen in erst Hals, dann Mund, dann Kehle, dann Ohren und schließlich Kopf.
Ist auch mächtig ansteckend, deswegen hocke ich seit Montag zu Hause, und habe außer meinem Freund niemanden gesehen – aber was tut man nicht alles, um die Welt zu retten xD
Dafür kann ich jetzt sagen, dass ich sogar etwas noch ansteckenderes als die Schweinegrippe überlebt habe! Und das mit simplem Antibiotika. Innerhalb von Stunden wurde es merkbar besser. Also Glück gehabt! Bei der Schweinegrippe würde es wohl nicht so gut ausgehen.
Und – meine Chefin hatte wohl die Schweinegrippe – anscheinend wird jetzt jedwede Grippe als Schweinegrippe klassifiziert. Das hat mich doch etwas zum Nachdenken gebracht. Beziehungsweise – es hat mich an meine Grippe im April erinnert, und die Unfähigkeit, keine fünf Meter durchs Zimmer zu laufen vor lauter Erschöpfung. Vielleicht lass ich mich doch impfen. Vielleicht. Noch ne Woche flach liegen, mit Schmerzen, Husten und sogar Fieber – neee… dann lieber impfen lassen und etwas Schmerz im Arm ertragen. Oder? Hmmm….
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Verfasst von miinaaa
November 16, 2009
Fängt Schweinegrippe mit Halsschmerzen an? Seit heute morgen fällt mir zu meinem Hals und Rachen nur noch ein Wort ein: aua.
Auch wenn ich nach wie vor der Meinung bin, dass das alles eine große Panikmache ist, auf ne blöde Grippe – mit Schwein oder ohne – hab ich wirklich keine Lust.
Daher mal der Symptomcheck für die Grippe laut Netdoktor:
- Oft schlagartiger Krankheitsbeginn, (check)
- hohes Fieber (oft höher als 39°C) und Frösteln,
- Muskel- und Gliederschmerzen,
- Kopfschmerzen,
- Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Schwächegefühl, (check)
- Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, (check)
- Trockener Husten, oft mit zähem Schleim,
- Augenbrennen und Lichtempfindlichkeit.
Dagegen die Symptome einer normalen Erkältung:
- Die Nase beginnt zu rinnen (Naselaufen)
- Die Nasenatmung ist aufgrund der geschwollenen Nasenschleimhäute beeinträchtigt (verstopfte Nase). (check)
- In den Ohren kann ein Druckgefühl entstehen, da die Nebenhöhlen sich verschließen.
- Zu Beginn der Erkrankung fühlen sich die meisten müde und niedergeschlagen (allgemeines Krankheitsgefühl) (check); leichtes Fieber, Husten sowie Kopf-, Hals- (check) und Gliederschmerzen können hinzukommen.
Da bei mir das Fieber gänzlich fehlt und ich grundsätzlich ein Optimist bin, gehe ich mal von einer Erkältung aus. Und da bei einer Erkältung nur eines hilft: durchstehen, werde ich mich morgen schön mit Vitaminbomben eindecken und mich heute noch etwas pflegen lassen.
Und falls ich doch die (Schweine-)Grippe haben sollte, entschuldige ich mich schon jetzt bei meinem Freund, der bald IHK Prüfung hat und mit Sicherheit grad keine kranke Freundin gebrauchen kann…
PS – diese ganze Faselei über Impfung macht einen ganz Kirre! Natürlich suckt ne Grippe mächtig (hatte ja im April erst eine), aber dann vielleicht lieber gegen die normale Grippe impfen lassen und nicht gegen Schweinchen? Lasst ihr euch impfen?
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Verfasst von miinaaa
Mai 4, 2009
Meine Güte. Ich habe selten, so eine sinnlose, ungerechtfertigte, maßlose, populistische Panikmache wie zur Schweinegrippe erlebt. Vielleicht habe ich ähnliches auch noch nie erlebt.
Jeden Tag neue News: bald soll es einen Impfstoff geben, die eine zweite Welle wird doch gleich befürchtet und überhaupt, Muslime triumphieren da die Schweinegrippe den Niedergang des Katholizismus belegt. Aber gibt es ihn noch, den seriösen Journalismus? Ein Aufruf. Und Richtigstellung.
Behauptung #1: Der „Schweinegrippe“-Erreger ist aggressiv und eine Epidemie droht.
Implizierte Nachricht: Jeder ist potenziell betroffen, bald könnte sie die ganze Welt erfassen und wir sitzen alle schniefend und hustend vorm PC.
Wahrheitsgehalt: Von einer Epidemie spricht man, wenn mehr als 10% der Bevölkerung betroffen sind. Jährlich infizieren sich 4-10% der Bevölkerung in Deutschland mit Grippe-Erregern (das wären dann zwischen 3 und 8 Millionen Menschen in Deutschland) und davon sterben – je nach Quelle – zwischen 5.000 und 15.000 Menschen (ein minimaler Prozentsatz). Als Relation dazu – es sind 1003 Menschen weltweit infiziert, d.h. lediglich erkrankt. Nachgewiesen infiziert. Kann man sich diesen Vergleich einmal auf der Zunge zergehen lassen…? Weiter gehts. Das Virus könnte ja tödlicher sein als bisher bekannte Grippe-Erreger. Bisherige Todesfälle: sieben. Dazu ein schönes Zitat: normalerweise wird die Dunkelziffer auf das Zehnfache der Ansteckungsfälle geschätzt. [In unserem Fall mit 1003 Ansteckungen wären dass dann 10.000 Infizierte]. 7 Tote bei so vielen Ansteckungen, wären da eher wenig, rechnet Experte Kekulé «Spiegel online» vor. Das sei weniger als bei einer normalen Grippe. Auch wenn der Experte im Beispiel mit 25.000 Infizierten rechnet – ich denke 0.07% ist doch noch recht wenig!!!
Fazit: weder droht eine Epidemie, noch ist das Virus sonderlich aggressiv.
Behauptung #2: Ein Impfstoff ist notwendig um die Ausbreitung zu stoppen, der Erfolg ist jedoch gefährdet, da der Erreger mutieren könnte.
Impliziert: es gibt kein Entkommen! Täglich könnte ein neuer mutierter Virus uns alle vernichten.
Wahrheitsgehalt: Hat sich schon mal jemand gefragt, warum man sich jedes Jahr neu impfen lassen muss gegen Grippe? Weil das Virus jedes Jahr mutiert. Jedes Jahr. Und es sind mehrere Grippeviren in Umlauf, deswegen kann man sich trotz Impfung eine fiese Grippe holen. Nachrichtsgehalt dieser Meldung ist also nicht nur irreführend sondern auch so schlecht recherchiert und panikmachend, dass es schon fast peinlich ist!
Fazit: viel heiße Luft um Nix. Ist das Sommerloch schon da?
Nun. Wahrscheinlich ist nächste Woche die halbe Tierwelt bedroht, weil sich irgendwo in Kalkutta ein Pinguin von einem Schwein angesteckt hat. Vielleicht ist es aber auch einfach nur Schwachsinn. In jedem Fall – eine zweite Meinung sollte in jedem Fall eingeholt werden. Vielleicht aber auch eine dritte, vierte oder zehnte.
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Verfasst von miinaaa